Tibet Terrier und Cavalier King Charles Spaniel

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Heute dürfen wir uns recht herzlich bei  Alex vom Hundeblog Micky und so bedanken, für dieses tolle Rassenportrait. Ebenso möchten wir uns bei ihren Bekannten Simone S., Sonja M., Melissa K. und Carina R.  bedanken für die von ihr zur verfügung gestellten Bilder.

Wir möchten euch versuchen keine Rassen vorzuenthalten und somit immer mal welche vorstellen &Jetzt Viel Spasß beim erschnüffeln und nicht vergessen Micky zu gesuchen 😉

Rassenportrait

Tibet Terrier und Cavalier King Charles Spaniel – verschiedener könnten Hunderassen wohl kaum sein…
Der Name des Tibet Terriers ist etwas irreführend. Er ist nicht wie viele (leider auch Hundetrainer) denken ein Terrier, sondern ein Hütehund. In Tibet bestand seine Arbeit darin die Viehherden zu bewachen. Aus seinem Herkunftsland ergibt sich, dass der Tibet Terrier ein robuster, allen Wetterlagen trotzender, mittelgroßer Hund ist.
Durch das raue Klima Tibets hat sich das doppelschichtige Fell entwickelt. Unterwolle, und die nicht zu knapp, mit langem langem Deckhaar. Das Deckhaar darf glatt oder gewellt sein, nur auf keinen Fall lockig, das sieht zwar niedlich aus, mag der Verband aber überhaupt nicht. Genauso wie braune Hunde. Jede Farbe ist erlaubt, nur braun wird abgelehnt.
Die Rute trägt der Tibet Terrier lustig eingerollt auf dem Rücken. Zwei Besonderheiten gibt es zu erwähnen die beim Tibet Terrier einzigartig sein sollen. Er hat schwarze felllose Augenringe und superbreite Pfoten damit sie sich zu Hause im Schnee besser fortbewegen können.
Tibet Terrier gehören zu den robusten, gesunden Rassen. Sie gelten im Allgemeinen als fröhlich und verspielt bis ins hohe Alter, treu, charakterstark, sehr intelligent und lernwillig mit einem riesigen Dickkopf.
Mit lauter Stimme oder gar Gewalt erreicht man bei ihnen gar nichts, außer Ignoranz!
Fremde sollten den bis 41cm großen Kleinen nicht unterschätzen. Er leistet wirklich eine ausgesprochen gute Arbeit als Wachhund und ist sehr zurückhaltend fremden Menschen gegenüber. Wenn er allerdings einmal jemanden ins Herz geschlossen hat, kommt dieser da auch meistens nicht wieder heraus und wird überschwänglich begrüßt.

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Der Cavalier King Charles Spaniel hingegen hat eine lange Vergangenheit im englischen Königreich, vor allem am englischen Hof. Was ganz stark deutlich wird wenn man erkennt, dass die kleinen langohrigen Stöberer die einzige Rasse ist, die in alle öffentlichen Gebäude Großbritanniens mitgebracht werden darf.
So wie es der Name sagt haben wir es mit einem Spaniel, einem Stöberhund zu tun. Wobei die Cavaliere unter den Spanieln nun wirklich die goldigsten Geschöpfe sind. Sie wollen ihrem Menschen einfach nur gefallen, immer! Ausnahmslos!
Sie sind deutlich kleiner als Tibet Terrier. Der Standard legt zwar keine Größe fest aber im Schnitt sind sie nicht höher als 34cm. Ungefähr genauso lang sind auch die Ohren. Nein, natürlich ist das übertrieben aber der Cavalier King Charles Spaniel hat eben lange Schlappohren. Diese, die Rute und die Pfoten sind lang befedert, sollten sie zumindest. Die Nase sollte zwar eher platt sein, aber nicht so platt wie bei seinem ‚Vorgänger‘ dem King Charles Spaniel.
Die kleine Spaniel haben eigentlich ausschließlich gute Eigenschaften. Ein Hund den man nur lieb haben kann. Er ist immer fröhlich, treu, verschmust, verspielt, absolut kein Kläffe und fängt eigentlich niemals einen Streit an. In der Wohnung ganz ruhige Vertreter, draußen darf es aber auch gerne mal wild zu gehen. Schenkt ein fremder Mensch einem Cavalier seine Aufmerksamkeit kommt er um ausgiebiges Knuddeln und liebhaben nicht drum herum.
Leider ist der Cavalier King Charles Spaniel keine sehr gesunde Rasse. Oft leiden sie unter Herzkrankheiten oder Missbildungen am Hirn. Eine gute Zucht vorausgesetzt sollte man hier allerdings keine Probleme haben.

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Soooo, mischt man nun beide Rassen miteinander, kann folgendes rauskommen. In unserem Fall ist der Papa der Tibet Terrier in der Farbe Schokobraun (ja ja, die verbotene Farbe) und die Mama ist eine rubyfarbene Cavalier Dame. Die Mischung wurde kurzerhand ‚Catis‘ (sicherlich kein wirklich existierender Name wie z.B. Labradoodle) genannt.
Es ist nicht unbedingt eine der besten Ideen die man haben kann einen Hütehund mit einem Stöberer zu verpaaren aber so ist es nun passiert. Welche Eigenschaften haben sich durchgesetzt? Welche haben sich vielleicht neu entwickelt? Nennen wir diese ‚Rasse‘ weiterhin Catis…
Rein optisch handelt es sich nun um eine kleine Version des Tibet Terriers. Etwas kleiner, etwas schmaler, dafür ein nicht ganz so extrem langes Fell. Interessanterweise hat sich aber doch das mütterliche Fell durchgesetzt. Es ist zwar länger als beim Cavalier und kürzer als beim Tibet Terrier aber das wirklich Wichtige ist: Es entwickelt sich keinerlei Unterwolle. Also hat man einen Hund zu Hause der aussieht als würde er aus Tibet stammen aber sobald es regnet oder es sehr kalt ist einen Mantel braucht… Das sorgt in der Umgebung erst mal für Gespött.
Die Ohren haben sich auch etwas durchgesetzt, diese sind auch deutlich länger als beim Tibet Terrier aber Gott sei Dank nicht sooo lang wie beim Cavalier King Charles Spaniel. Die breiten Pfoten hat er, aber nur optisch. Er hat ganz viel Fell und ganz kleine Pfötchen. Also quasi Cavalierpfötchen im Tibetmantel. Selbst die Rute ist zwar eingekringelt, aber nicht so ‚angespannt‘ wie beim Tibet Terrier…
Beim Charakter ist es schon schwieriger und manchmal denke ich das der Tibet Terrier und der Cavalier sich streiten. Fremde Menschen sind überhaupt nicht willkommen. Dies äußert sich in vorerst anhaltendem lautem Gebell, aber nicht in Aggression. Ist er mit seiner Familie allein wird gern gekuschelt und macht Unfug. Definitiv ein Hund für den man eine Menge Humor benötigt. Ein „Nein“ wird Tag für Tag hinterfragt, Konsequenz ist mehr als notwendig, aber niemals durch Härte oder Strenge. In dem Moment scheinen sich die Schlappohren näher an den Kopf zu drücken und der Hund taub zu werden. Ein Catis möchte auch gefallen und gern alles für den Menschen tun, nur leider steht ihm immer und immer wieder der Tibet Terrier im Weg. Der Anteil macht es wieder kaputt und zeigt ganz klar, dass er (als Hütehund) ganz allein entscheidet!
Möchte man einen Hund der frei folgt und stets einen gut erzogenen Eindruck macht, dann rate ich dringend vom Catis ab! Sobald es „drauf ankommt“ und man sicher ist das er das Gewünschte kann macht er einem erneut deutlich das er zwar genau weiß was du möchtest es aber ganz sicher JETZT nicht tun wird. Das zeigt er mit Ignoranz. Ein Catis kann einen wirklich zur Weißglut bringen aber genauso liebevoll und witzig ist er.
Und auch wenn ein Außenstehender dieses Exemplar ganz sicher oft als eher dumm ansieht, dass ist er auf keinen Fall! Hat er Lust und ist man als Mensch interessant genug lernt er ruck zuck Tricks. Im Handumdrehen wissen die Kleinen was man von ihnen möchte. Sie müssen nur eben Lust drauf haben.
Die Fellpflege ist in Maßen aufwendig. Um das tägliche Kämmen und Bürsten kommt man nicht Drumherum, allerdings geht es recht schnell, da eben die Unterwolle fehlt. Natürlich, aufgrund der Felllänge muss schon mal ein extra Bad eingerechnet werden, aber spätestens wenn das Mantelwetter anfängt ist ja der Großteil vom Hund sowieso geschützt.
Man sollte auf Grund des Cavalieranteils das Herz überprüfen lassen.
Alles in allem ist die Mischung aus Tibet Terrier und Cavalier King Charles Spaniel ein wirklich liebenswerter Hund, wenn man das alles nicht so wahnsinnig ernst nimmt. Er kann gut einen Tag auf der Couch verbringen und gemütlich sein, aber auch durchaus mal einen Tag wandern. Anfängern würde ich diese Art nicht empfehlen. Es ist einfach ernüchternd wenn der Hund macht er will und wie gesagt die Erziehung ist nicht einfach. Eben dann doch ein Hütehund…und ein Stöberer…

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